Vossloh-Chef Oliver Schuster zum Infraplan der Bundesregierung
Bessere Rahmenbedingungen für die Bahn hat Vosslohs Vorstandsvorsitzender Oliver Schuster von der deutschen Politik gefordert. Damit die Bahn zuverlässiger werden könne, brauche es langfristige Zusagen zur Finanzierung der Infrastruktur, sagte Schuster der Zeitung „Süderländer Volksfreund“. Den so genannten „Infraplan“, den die Bundesregierung im Oktober vorgelegt hatte, nannte Schuster einen „großen Schritt in die richtige Richtung“.
Der Infraplan beschreibt erstmals die vorgesehenen Arbeiten an der Schieneninfrastruktur bis zum Jahr 2030. Nun müssten die Vorhaben finanziell abgesichert werden, sagte Schuster auch mit Blick auf die nötige Planungssicherheit für die Branche. „Unternehmen wie wir investieren in Werke, Maschinen, Technologie und Fachkräfte über viele Jahre hinweg. Dafür brauchen wir eine belastbare Perspektive, die nicht jedes Jahr erneut von der Haushaltslage infrage gestellt wird.“
Als gutes Beispiel nannte Schuster Schweden. Dort gebe es einen Zwölfjahresplan und zugleich eine enge, systematische Zusammenarbeit zwischen Infrastrukturbetreibern, Verkehrsunternehmen, Bauwirtschaft und Bahnindustrie. „Von Schweden können wir vor allem drei Dinge lernen“, sagte Schuster: „langfristig planen, Finanzierung verlässlich machen und früh miteinander sprechen.“
Auf dieser Basis habe Vossloh ein neues Weichenwerk in Schweden errichtet, das in diesem Jahr eröffnet worden sei. „Diese Investition war möglich, weil ein stabiler Planungshorizont vorhanden war“, sagte Schuster. „Genau diese Verlässlichkeit brauchen wir auch in Deutschland.“
Das vollständige Interview finden Sie hier (kostenlose Registrierung erforderlich): Vossloh-Chef fordert: „Wir brauchen eine verlässliche Perspektive“
