Vossloh: HSG Hochgeschwindigkeitsschleifzug im Betrieb

Investor News | 8.9.2026

DB setzt weiter auf Hochgeschwindigkeitsschleifen

Rahmenvertrag zur präventiven Instandhaltung verlängert

Die DB InfraGO hat den Rahmenvertrag mit Vossloh zur präventiven Schienenpflege um ein weiteres Jahr verlängert. Seit 2023 wurden im hochbelasteten Streckennetz der Deutschen Bahn rund 40.000 Kilometer Gleise mittels Hochgeschwindigkeitsschleifen (High Speed Grinding, HSG) geschliffen und vermessen – ohne eine einzige Streckensperrung. Damit leistet die intelligente, präventive Instandhaltung einen wesentlichen Beitrag zur Verfügbarkeit des deutschen Schienennetzes.

„Auch bei Schienen gilt: pflegen hält gesund“, sagt Imke Kellner, Vorstand Fahrweg der DB InfraGO. „Die Schienenpflege-Maschinen von Vossloh helfen uns dabei, Störungen im Bahnverkehr zu vermeiden. Deshalb profitieren von diesem Rahmenvertrag in erster Linie alle Bahnkundinnen und -kunden des Personen- und Güterverkehrs.“

Durch den Einsatz der HSG-Technologie sind bis heute über 4.800 Stunden zusätzliche Netzkapazität gewonnen worden, da die Arbeiten vollständig im regulären Fahrplan erfolgen können. 

„Das Hochgeschwindigkeitsschleifen hat sich im anspruchsvollen Einsatz auf dem deutschen Schienennetz bewährt“, sagt Oliver Schuster, Vorstandsvorsitzender der Vossloh AG. „Wir freuen uns über das fortgesetzte Vertrauen der DB InfraGO und werden die Technologie gemeinsam weiterentwickeln, um die Zuverlässigkeit des Netzes nachhaltig zu stärken.“

Die Praxiserfahrung bestätigt, dass sich durch die regelmäßige präventive Bearbeitung eine bis zu 100-prozentige Verlängerung der Schienenlebensdauer erreichen lässt. Schienenfehler werden frühzeitig verhindert, zukünftig erforderliche Bau- und Langsamfahrstellen deutlich reduziert und die Geräuschemissionen um bis zu zehn Dezibel gesenkt, gemessen nach der für das menschliche Gehör relevanten A-Bewertung dB(A).

Die Arbeiten im Rahmen des Vertrags werden durch umfangreiche digitale Eigenentwicklungen von Vossloh flankiert. Sie ermöglichen eine teilautomatisierte Planung, Vorbereitung, Analyse und Dokumentation der Instandhaltungsleistungen.

Zu den integrierten Technologien gehören Querprofilüberwachung und -korrektur, Längsprofilmessung mittels Lasersensoren, Rissdetektion durch Wirbelstromsonden, Live- Planungsansichten und detaillierte Auswertungen. So entsteht ein datenbasiertes, integriertes Instandhaltungssystem.

Vossloh: HSG Hochgeschwindigkeitsschleifzug im Betrieb