Die Umfrage macht zudem deutlich, dass technische Fähigkeiten allein nicht ausschlaggebend für die Akzeptanz sind.
Für 88 % der Befragten sind nachweisbare Referenzen wichtig, für 86 % die nahtlose Integration in bestehende Systeme. Skalierbarkeit, Cybersicherheit und Datenhoheit sind ebenfalls wichtige Kaufkriterien. Besonders wichtig ist die Frage der Dateneigentumsrechte: Rund 88 % halten klare Eigentumsverhältnisse für unerlässlich, während 86 % unabhängig von der Beziehung zum Anbieter einen langfristigen Zugriff auf ihre Daten erwarten.
Für prädiktive Lösungen sind diese Erwartungen von entscheidender Bedeutung. Kunden müssen nicht nur Vertrauen in den Umgang mit ihren Daten haben, sondern auch in die Art, wie Prognosen erstellt und genutzt werden. Forschungsergebnisse zeigen, dass Erklärbarkeit, Datenqualität und eine operativ aussagekräftige Bewertung, einschließlich Vorwarnzeit und Fehlalarmen, wichtige Herausforderungen für die vorausschauende Instandhaltung im Bahnwesen darstellen.
Es liegt auf der Hand, dass es bei der Diskussion über digitale Lösungen in der Eisenbahninfrastruktur nicht darum geht, dass „Software Hardware oder Fachwissen ersetzt“. Im nächsten Schritt geht es darum, wie man die Zusammenarbeit dieser Komponenten verbessern kann: von der Überprüfung der Anlagen über die Erfassung ihres Zustands bis hin zur Vorhersage ihres Bedarfs – und wie man diese Erkenntnisse in rechtzeitige Maßnahmen umsetzt.