Übernahme des Unternehmens formell vollzogen
Vossloh hat die Übernahme des LiDAR-Spezialisten Cordel abgeschlossen und baut damit die digitalen Fähigkeiten des Unternehmens weiter aus. Nach der gerichtlichen Genehmigung des Kaufs in dieser Woche gilt die Transaktion seit Donnerstag als vollzogen. Zuvor hatten die Anteilseigner von Cordel dem Angebot zugestimmt.
Cordel setzt LiDAR-Technologie (Light Detecting and Ranging) zur Inspektion von Bahnstrecken ein. Auf Zügen installierte Lasermessgeräte werden verwendet, um dreidimensionale Scans der Umgebung zu erstellen. So lassen sich Probleme wie unebenes Schotterbett und potenzielle Hindernisse durch Äste oder tief hängende Oberleitungen frühzeitig erkennen. Die gesammelten Daten werden mithilfe von künstlicher Intelligenz ausgewertet. Zu Cordels Kunden gehören große Bahnbetreiber im Vereinigten Königreich, im Nahen Osten, in Nordamerika und Australien.
„Cordels Technologie ist eine perfekte Ergänzung unseres Portfolios“, sagt Oliver Schuster, CEO der Vossloh AG. „Damit ermöglichen wir unseren Kunden einen noch umfassenderen Blick auf ihr Bahnnetz und schaffen die Voraussetzungen für eine vorausschauende Instandhaltung und einen zuverlässigeren Betrieb.“
„Für Cordel ist das der natürliche nächste Schritt unserer Erfolgsgeschichte“, sagt John Davis, CEO der Cordel Group PLC. „Als Teil der Vossloh-Gruppe können wir unsere Technologie weiterentwickeln und gemeinsam unsere Vision verfolgen: die Bahninfrastruktur durch Innovation zu transformieren.“
Vossloh treibt den Ausbau seiner digitalen Angebote aktuell voran. Anfang des Jahres hat das Unternehmen eine Hybrid-Anleihe über 250 Millionen Euro aufgenommen. Das Geld soll hauptsächlich für die Stärkung der digitalen Kompetenz verwendet werden. Für die Übernahme von Cordel hat Vossloh rund 29 Millionen britische Pfund bezahlt, umgerechnet etwa 33 Millionen Euro.
