- Auftragseingang steigt auf neuen Rekordwert von 1.398,7 Mio.€
- Umsatz legt um 11,0 % auf 1.343,2 Mio.€ zu und erreicht neuen Höchststand
- EBIT (vor PPA-Effekten für Sateba) steigt um 13,7 % auf 119,6 Mio.€
- Free Cashflow um 14,9 % auf 98,8 Mio.€ erhöht
- Erhöhter Dividendenvorschlag von 1,15 € je Aktie
- Vossloh erwartet für 2026 auch dank Sateba deutliches Wachstum bei Umsatz und operativem Ergebnis
Die Vossloh AG („Vossloh“) setzte ihre positive Entwicklung auch im Geschäftsjahr 2025 fort. Hoher Auftragseingang sowie steigende Umsätze und Ergebnisse unterstreichen die starke Positionierung des Konzerns im weltweiten Bahninfrastrukturmarkt.
„2025 war für Vossloh ein erfolgreiches und zugleich strategisch bedeutendes Jahr. In einem weiterhin anspruchsvollen geopolitischen und wirtschaftlichen Umfeld haben wir unsere Marktposition im Wachstumsmarkt Bahninfrastruktur weiter gestärkt und operativ sehr gute Ergebnisse erzielt. Ein wichtiger Meilenstein war im letzten Jahr außerdem die strategisch äußerst bedeutsame Übernahme des europäischen Betonschwellenherstellers Sateba“, kommentiert Oliver Schuster, Vorstandsvorsitzender der Vossloh AG.
Die Nachfrage nach den Produkten und Serviceleistungen des Konzerns ist ungebrochen hoch. So stieg der Auftragseingang im vergangenen Geschäftsjahr auf 1.398,7 Mio.€ und lag damit, einschließlich des Beitrags von Sateba, über dem Rekordwert des Vorjahres (1.364,9 Mio.€). Besonders erfolgreich war Vossloh in den Geschäftsbereichen Core Components und Lifecycle Solutions. Der Auftragsbestand einschließlich Sateba lag zum 31. Dezember 2025 mit 1.034,3 Mio.€ erstmals über der Grenze von einer Milliarde Euro und damit um 23,7 % über dem Vorjahreswert von 836,2 Mio.€. Die Book-to-Bill-Quote lag zum Jahresende bei einem robusten Wert von 1,04.
Der erstmalige Einbezug der Sateba‑Gruppe wirkte sich im Geschäftsjahr 2025 positiv auf Umsatz und Ergebnis des Vossloh Konzerns aus. Die Umsatzerlöse stiegen um 11,0 % auf 1.343,2 Mio. € und erreichten damit einen neuen Höchststand. Wesentliche Wachstumsimpulse kamen aus großen Infrastrukturprojekten, insbesondere in Algerien und China; darüber hinaus entwickelten sich die Geschäfte in Nord- und Osteuropa besonders dynamisch.
Das EBIT vor Effekten aus der Kaufpreisallokation (PPA) für Sateba erhöhte sich um 13,7 % auf 119,6 Mio. €. Neben dem Ergebnisbeitrag von Sateba trug insbesondere die starke Entwicklung im Weichengeschäft zu diesem Anstieg bei.
Hoher Free Cashflow erzielt
Die Nettofinanzverschuldung erhöhte sich im Berichtsjahr, maßgeblich getrieben durch den Erwerb von Sateba, auf 491,5 Mio.€ (Vorjahr: 88,7 Mio.€). Das Verhältnis von Nettofinanzverschuldung zu EBITDA (Net Leverage) lag zum Jahresende, wie erwartet unter 2,75. Der Free Cashflow entwickelte sich dank eines starken Schlussquartals sehr erfreulich und lag mit 98,8 Mio.€ deutlich über dem hohen Vorjahreswert von 86,0 Mio.€.
Core Components profitiert von Sateba und starkem Schlussquartal
Die Entwicklung im Bereich Core Components wurde positiv durch die Einbeziehung der Sateba-Gruppe geprägt. So übertraf der Auftragseingang bei Core Components mit 605,9 Mio.€ das hohe Vorjahresniveau um 13,8 %. Noch deutlicher stieg der Auftragsbestand dank der Konsolidierung des Betonschwellengeschäfts von Sateba, um 68,4 % auf 494,6 Mio.€ an. Der Umsatz des Geschäftsbereichs legte im Gesamtjahr um 21,0 % auf 560,9 Mio.€ zu. Neben dem Geschäftsfeld Fastening Systems trug vor allem auch hier der erstmalige Einbezug von Sateba zur positiven Entwicklung bei. Das EBIT bei Core Components lag im Jahr 2025 mit 63,4 Mio.€ nur leicht unter dem Vergleichswert von 67,6 Mio.€ aus 2024. Zwar hatte die erstmalige Sateba-Berücksichtigung einen positiven Effekt, der Beitrag wurde jedoch durch hohe PPA-Effekte für Sateba von 7,7 Mio.€ gemindert. Zusätzlich wirkte die seit Beginn des Geschäftsjahres 2025 von der Vossloh AG erhobene Markenlizenzgebühr sowie die ergebniswirksame Auflösung von Rückstellungen im Vorjahr negativ auf den Vorjahresvergleich. Die EBIT-Marge lag trotz der PPA-Belastung mit 11,3 % (Vorjahr: 14,6 %) auf einem guten Niveau.
Customized Modules zeigt starke Jahres-Performance
Der Geschäftsbereich Customized Modules verzeichnete 2025 mit 7 % ein überdurchschnittliches Umsatzwachstum auf nun 600 Mio.€. Beim EBIT konnte ein Plus von 4,7 % auf 58,2 Mio.€ erzielt werden. Der Anstieg basierte auf höheren Ergebnisbeiträgen des schwedischen Standorts und einem positiven Effekt aus der Übergangskonsolidierung eines chinesischen Joint Ventures. Gegenläufig wirkte sich die Verrechnung der Markenlizenzgebühren aus. Die EBIT-Marge erreichte mit 9,7 % dennoch annähernd den guten Vorjahreswert (9,9 %). Der Auftragseingang war mit 582,2 Mio.€ erwartungsgemäß rückläufig (Vorjahr: 662,8 Mio.€), wobei 2024 von einer außergewöhnlich hohen Nachfrage, vor allem durch Großprojekte in Marokko und Algerien, geprägt war. Gleiches gilt für den Auftragsbestand von 500,2 Mio.€ (Vorjahr: 525,6 Mio. €).
Lifecycle Solutions mit dynamischer Auftragsentwicklung
Der Geschäftsbereich Lifecycle Solutions verzeichnete im Geschäftsjahr 2025 einen deutlichen Anstieg des Auftragseingangs um 23,1 % auf 243,8 Mio. €. Der Auftragsbestand erhöhte sich zum Jahresende spürbar auf 50,9 Mio. € (Vorjahr: 28,9 Mio. €), wobei Rahmenverträge – unter anderem mit der Deutschen Bahn – weiterhin nur teilweise im Auftragsbestand abgebildet sind. Die Umsatzerlöse stiegen um 5,6 % auf einen neuen Höchstwert von 215,7 Mio. €, getragen insbesondere durch höhere Umsätze in den Niederlanden, in Schweden und Frankreich. Das EBIT lag mit 13,1 Mio. € unter dem hohen Vorjahreswert, der durch außergewöhnlich margenstarke Projekte geprägt war. Zudem trugen eine temporär verhaltenere Nachfrage der Deutschen Bahn nach Logistik- und Schweißdienstleistungen sowie die Einführung der Markenlizenz zu der Entwicklung bei. Die EBIT‑Marge belief sich auf 6,1 % (Vorjahr: 9,3 %).
Zahl der Mitarbeitenden legt akquisitionsbedingt deutlich zu
Zum 31. Dezember 2025 stieg die Anzahl der Mitarbeitenden im Vossloh Konzern im Jahresvergleich von 4.321 auf 5.501 Mitarbeitende. Der Anstieg ging insbesondere auf den erstmaligen Einbezug von Sateba zurück.
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2026
Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet der Vorstand der Vossloh AG ein deutliches Wachstum. Der Konzernumsatz soll auf 1,56 Mrd. € bis 1,66 Mrd. € (2025: 1,34 Mrd.€) steigen, im Wesentlichen getragen durch den Geschäftsbereich Core Components und die erstmals ganzjährige Konsolidierung der Sateba‑Gruppe.
Auf Ergebnisebene rechnet Vossloh mit einem weiteren Anstieg der operativen Ertragskraft. Vor dem Hintergrund signifikanter PPA‑Effekte für Sateba wird der Fokus im Jahr 2026 einmalig verstärkt auf das EBITDA gelegt, da diese Kennzahl angesichts der PPA-Effekte eine aussagekräftigere Einschätzung der operativen Ertragskraft des Konzerns erlaubt. Das EBITDA soll im Geschäftsjahr 2026 auf 215 Mio. € bis 230 Mio. € zulegen (2025: 179,4 Mio. €), bei einer EBITDA‑Marge von 13,5 % bis 14,5 % (2025: 13,4 %).Das EBIT wird trotz PPA‑bedingter Belastungen für Sateba ebenfalls zulegen und voraussichtlich zwischen 118,5 Mio. € und 131,0 Mio. € liegen (2025: 111,9 Mio.€).
