Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz

Sicherheit am Arbeitsplatz und die Erhaltung der Gesundheit der Mitarbeitenden stehen bei Vossloh im Mittelpunkt der Fürsorgepflicht als Arbeitgeber. Das Unternehmen strebt die Zertifizierung möglichst vieler Einheiten nach dem international gängigen Standard ISO 45001 an. Die Norm gibt dem Unternehmen geeignete Instrumente und Maßnahmen an die Hand, um Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz durchgängig in den Abläufen zu etablieren. Für die oberen Führungskräfte der operativen Einheiten ist die Erreichung der definierten Arbeitssicherheitskennzahlen ein Bestandteil ihrer vergütungsrelevanten Zielvereinbarungen. Seit 2021 steht allen Mitarbeitenden ein Trainingsmodul zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz auf der Vossloh-Learning-Plattform (VLP) zur Verfügung.

Im Bereich „Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz“ hat Vossloh bei der Wesentlichkeitsanalyse 2021 die im Folgenden dargestellten drei Sachverhalte als wesentlich identifiziert. Für diesen Bereich wurde eine konzernweite Initiative definiert, die das Ziel verfolgt, die Häufigkeit und Schwere von Arbeitsunfällen jährlich um 20 % zu reduzieren. Relevante Kennzahlen für die Zielerreichung sind die international gebräuchlichen Größen Lost Time Accident Frequency Rate (LTAFR, Häufigkeit der Unfälle mit verletzungsbedingtem Arbeitsausfall) und Lost Time Accident Severity Rate (LTASR, Schwere der Unfälle mit verletzungsbedingtem Arbeitsausfall) sowie die Zahl der über die SAFE+-App gemeldeten und minimierten potenziellen Unfallrisiken.

Auch im abgelaufenen Jahr stellte die Covid-19-Pandemie Vossloh vor besondere Herausforderungen, um die Gesundheit der Mitarbeitenden zu schützen und Ansteckungen mit dem Virus am Arbeitsplatz zu verhindern. Koordiniert über den Covid-19-Krisenstab, bestehend aus dem Chief Operating Officer, dem Head of Corporate Sustainability, der Leiterin Corporate Human Resources, dem Leiter Corporate Controlling sowie den HSE-Verantwortlichen der Geschäftseinheiten, wurden die im Vorjahr eingeführten umfassenden Schutz- und Vorsichtsmaßnahmen aufrechterhalten und bei Bedarf nachjustiert. Der Konzernbetriebsrat, die Mitarbeitendenvertretungen vor Ort und das Work Safety Committee waren in die Entscheidungen eingebunden. An allen Standorten informierte das Unternehmen seine Mitarbeitenden über die Auswirkungen von Impfungen gegen das Virus; teilweise wurden auch Impfaktionen durchgeführt.

Weil für die Mitarbeitenden in der Produktion die Anweisung bestand, schon beim geringsten Verdacht einer Infektion zunächst zu Hause zu bleiben und sich testen zu lassen, kam es über das Jahr hinweg an mehreren Standorten zu kurzzeitigen Produktionsunterbrechungen. In den Verwaltungsbereichen arbeiteten die Beschäftigten weitgehend im Homeoffice. Auch die Kontakte zu Kunden, Lieferanten und Dienstleistern wurden weiterhin bevorzugt online gehalten. Im Verlauf des Jahres 2021 wurden konzernweit 377 Covid-19-Erkrankungen bei Mitarbeitenden von Vossloh gemeldet.