Lärmreduzierung im Gleis

Die Reduzierung von Lärm im Bahnverkehr und eine verbesserte Schienenakustik sind seit Jahren Schwerpunkte der Forschungs- und Entwicklungsarbeit bei Vossloh. Essenziell für eine wirksame Lärmminderung ist dessen Bekämpfung an der Quelle: durch Optimierung des Rad-Schiene-Kontakts im Gleis, zu der Vossloh wertvolle Beiträge leistet. Das Unternehmen bietet in allen Geschäftsbereichen Produkte und Dienstleistungen an, die den Schienenlärm nachhaltig reduzieren können. Beispiele sind die cellentic-Komponenten und Schienenbefestigungssysteme mit einem hohen Kunststoffanteil, die den Körperschall dämpfen, die sogenannten Flüsterweichen sowie die Schienenbearbeitungstechnologien (Schleifen, Fräsen) für die Wiederherstellung einer glatten und damit „leisen“ Oberfläche. Die Schienen- und Weichenbearbeitungsmaschinen sorgen durch exakten Materialabtrag für eine Lärmreduzierung um bis zu 10 dB(A). Dabei arbeiten auch die Maschinen selbst leise. So bleibt beispielsweise die Geräuschentwicklung der Kompaktfräse VTM compact im Betrieb unter 78 dB(A), sodass Anwohner auch während einer Nachtschicht nicht belästigt werden. Zum Vergleich: In einer ruhigen Wohnstraße liegt die Lautstärke bei 40 dB(A), ein Pkw mit 50 km/h erreicht bereits einen Wert um 70 dB(A).

2021 entwickelte Vossloh Rail Services ein neues Fräswerkzeug, mit dem nun auch Rillenschienen ohne vorherige Baumaßnahmen während der Überfahrt der Fräsmaschine vollumfänglich bearbeitet werden können. Durch den Einsatz dieses Fräsrads konnte eine nachhaltige Lärmreduzierung auf besonders belasteten Streckenabschnitten der Rheinbahn in Düsseldorf erreicht werden. Die Logistikeinheit des Geschäftsfelds schloss 2021 die Ausstattung der eigenen Güterwagen mit Flüsterbremsen ab. Damit soll der Lärmpegel beim Transport von Weichen und Gleisen zu Baustellen um bis zu 10 dB(A) reduziert werden.