Aus-, Fort- und Weiterbildung

Ein großes Plus von Vossloh – auch im Hinblick auf seine Attraktivität als Arbeitgeber – ist das umfassende Angebot an Entwicklungsmaßnahmen für die Beschäftigten. Das Unternehmen fördert gezielt Talente, indem es bestrebt ist, ihnen attraktive Arbeitsplätze zu bieten. Nachwuchskräfte bekommen unter anderem die Möglichkeit, übergreifend international, projektbezogen und digital zu arbeiten. Im Rahmen des jährlichen Mitarbeitendengesprächs werden die jeweiligen Maßnahmen zur individuellen Förderung des Beschäftigten auf Basis der betrieblichen Bedarfe vereinbart. Die passgenaue Umsetzung der Maßnahmen wird von den HR-Abteilungen eng begleitet und evaluiert. Zusätzlich setzen sich Führungskräfte und Mitarbeitende zu einem Halbjahresgespräch zusammen, um den Fortschritt der vereinbarten Ziele und Entwicklungsmaßnahmen zu besprechen.

Ab dem Jahr 2022 werden im People Review Process (PRP) für Führungskräfte und außertarifliche Mitarbeitende nicht nur Individualziele und Entwicklungsmaßnahmen vereinbart, also „Was“, sondern auch „Wie“ diese Maßnahmen und Ziele im Sinne der Unternehmenswerte und Führungsprinzipien erreicht werden sollen. Im vergangenen Geschäftsjahr durchliefen diesen Prozess über 80,7 % aller Führungskräfte und außertariflichen Mitarbeitenden.

Die Vielzahl von Weiterbildungsmaßnahmen für Vossloh Mitarbeitende auf allen Kompetenzfeldern umfasst externe und interne Trainingsmaßnahmen, zum Beispiel Workshops, Mitarbeit in Projekten und Coachings sowie zunehmend digitale Lernangebote. Im Zusammenhang mit der Inbetriebnahme der „Fabrik der Zukunft“ in Werdohl durchliefen im Berichtsjahr beispielsweise rund 100 Mitarbeitende von Vossloh Fastening Systems ein Qualifizierungsprogramm mit etwa 85 Maßnahmen. Dabei kam auch ein Schulungsroboter zum Einsatz. Infolge der Covid-19-Pandemie standen allerdings auch 2021 wieder Trainings im Online- und Blended-Learning-Format im Fokus. Insgesamt nahmen 2.013 Mitarbeitende an 7.829 Veranstaltungen teil – 10,2 % weniger als im Vorjahr. Da sich nicht alle Präsenzschulungen eins zu eins digital umsetzen lassen, konnten leider auch 2021 nicht alle Weiterbildungswünsche der Mitarbeitenden erfüllt werden.

Vossloh fördert zudem eigene Initiativen von Mitarbeitenden zur Qualifizierung, beispielsweise ein nebenberufliches Studium. So gewährt zum Beispiel Vossloh Fastening Systems seit 2021 Mitarbeitenden in China, die sich weiterbilden, vor Prüfungen einen zusätzlichen freien Tag zur besseren Vorbereitung. Darüber hinaus gibt es das geschäftsfeldübergreifende LEAD!-Programm, mit dem Potenzialträger auf weiterführende Aufgaben vorbereitet werden. 2021 wurde das gesamte Programm überarbeitet und an den neu erarbeiteten Werten und Führungsprinzipien ausgerichtet. Sieben Tage lang lernten die Teilnehmer anhand von Vorträgen, Übungen und Outdoor-Aktivitäten die Zusammenhänge zwischen den Vossloh Führungsprinzipien und deren Umsetzung in der Praxis kennen.

Die Vossloh-Learning-Plattform (VLP) ist das digitale Umfeld für kontinuierliches Lernen („Learn“), Teilen („Share“) und Wachsen („Grow“) im Unternehmen. Die Plattform soll eine inspirierende und motivierende Lernkultur schaffen, zu der alle Mitarbeitenden beitragen und von der auch alle profitieren können. Die VLP zeigt beispielhaft, dass Lernen jeden Tag und auf vielfältige Weise stattfindet. Die Lernangebote sind in die Bereiche „onsite“, „tailormade“ und „digital learnings“ unterteilt, sodass je nach Lernbedarf schnell eine passende Lösung gefunden werden kann. Die VLP steht allen Mitarbeitenden weltweit in deutscher, englischer und französischer Sprache zur Verfügung.

Die berufliche Erstausbildung junger Menschen erfolgt bei Vossloh in Deutschland sowohl im gewerblich-technischen wie auch im kaufmännischen Bereich auch über duale Angebote, also die Kombination von betrieblicher Ausbildung und Studium. Trotz der Covid-19-Pandemie konnten 2021 wieder alle laufenden Ausbildungen aufrechterhalten und auch neue Ausbildungsverhältnisse begonnen werden. Auszubildende im kaufmännischen Bereich wurden in die Homeoffice-Regelungen einbezogen; gewerblich-technische Azubis konnten digitale Lerneinheiten zu Hause absolvieren.