Ökologische Gestaltung von Produkten und Dienstleistungen

Schon aus wirtschaftlichen Gründen haben sich alle Einheiten von Vossloh einen möglichst sparsamen Umgang mit Ressourcen zum Ziel gesetzt. Entsprechend fließen bereits in vielen Bereichen des Unternehmens Nachhaltigkeitskriterien auch in die Entwicklung und Gestaltung neuer Produkte und Dienstleistungen ein. Jetzt sollen diese Ansätze systematisch miteinander verknüpft und geschäftsfeldübergreifend harmonisiert werden, damit konzernweite Handlungsprinzipien entstehen, die von allen Geschäftsbereichen verfolgt werden. Der erste Schritt auf diesem Weg war im Berichtsjahr die Erarbeitung einer konzernweiten Innovationsrichtlinie (Innovation Playbook). Sie beschreibt, wie Entwicklungsprojekte bei Vossloh künftig aufgesetzt und durchgeführt werden, und definiert, anhand welcher Kriterien und Indikatoren in den verschiedenen Phasen eines Projekts dessen Erfolg beurteilt und über eine Fortsetzung entschieden wird. Nachhaltigkeitsaspekten wie niedrigem Energieverbrauch oder Nichtverwendung problematischer Rohmaterialien kommt dabei eine zentrale Rolle zu. Ebenso bezieht die Betrachtung den gesamten Lebenszyklus eines Produkts einschließlich Recycling und/oder Entsorgung wie auch die langfristigen Auswirkungen einer Dienstleistung in Form von Ökobilanzen gemäß internationalen Normen wie ISO 14040 oder 14044 von Anfang an mit ein.

Noch 2021 wurde begonnen, je ein geeignetes Beispiel aus jedem der vier Geschäftsfelder zu identifizieren. Im Unterschied zum bisherigen Entwicklungsprozess wird dabei weniger produkt- oder auftragsbezogen gearbeitet, sondern es werden ganzheitliche Lösungen angestrebt, zu denen Erfahrungen aus allen Geschäftsfeldern beitragen – so können gleich neue Geschäftsmodelle entstehen. Auch die Sichtweise des oder der Kunden sowie von Zulieferern wird frühzeitig in den Entwicklungsprozess aufgenommen, um eine hohe Kompatibilität an den Schnittstellen zu erreichen.