Arbeitssicherheit

Mit dem Work Safety Committee existiert bei Vossloh seit 2012 ein ständiges konzernweites Gremium für Arbeitssicherheit. Es initiierte in den vergangenen Jahren wichtige Schritte zur Harmonisierung der Arbeitsschutz- und Sicherheitsbedingungen in den verschiedenen Geschäftsbereichen. So wurde eine gemeinsame Arbeitsschutzpolitik formuliert, die für alle Gesellschaften weltweit verbindlich ist. Darin ist als Vision die Null-Unfall-Strategie festgeschrieben. Das Work Safety Committee setzte auch wichtige Impulse bei der Entwicklung der konzerneigenen Unfallverhütungs-App SAFE+.

Arbeitsunfälle werden bei Vossloh konzernweit über die gesetzlichen Pflichten hinaus nach einheitlichen Kriterien dokumentiert. Die wichtigsten Kennzahlen dabei sind die Häufigkeit und die Schwere der Unfälle mit verletzungsbedingtem Arbeitsausfall. Unfälle, die aufgrund der gesundheitlichen Beeinträchtigung eines Mitarbeitenden zu Ausfallzeiten führen, werden unverzüglich direkt an den Vorstand gemeldet. Um die Zahl der Arbeitsunfälle weiter zu reduzieren und die Sicherheitskultur weiterzuentwickeln, arbeiten Work Safety Committee, Konzernbetriebsrat und die Zentraleinheit Corporate Sustainability eng zusammen.

Abeitsunfälle (Vossloh-Konzern)20212020
Lost Time Accidents (LTA)1 118102
Lost Time Accident Frequency Rate (LTAFR)216,416,2
Lost Time Accident Severity Rate (LTASR)32,82,6

1 Unfälle mit verletzungsbedingtem Ausfall von mindestens 1 Stunde.

2 Häufigkeit der Unfälle mit verletzungsbedingtem Arbeitsausfall von mindestens 1 Stunde, gemessen in Anzahl der Arbeitsunfälle im Verhältnis zur kumulierten Ist-Arbeitszeit, bezogen auf 1 Million Arbeitsstunden.

3 Schwere der Unfälle mit verletzungsbedingtem Arbeitsausfall von mindestens 1 Stunde, gemessen in Dauer des Arbeitsausfalls im Verhältnis zur kumulierten Ist-Arbeitszeit, bezogen auf 1.000 Arbeitsstunden.

Wie auch im Vorjahr ereignete sich 2021 im Vossloh Konzern kein Arbeitsunfall mit Todesfolge.

Generell werden bei Vossloh sowohl Unfälle mit und ohne Arbeitsausfall als auch Beinaheunfälle analysiert, um daraus standortübergreifend für die Zukunft zu lernen und die Unfallzahlen zu senken. Damit es erst gar nicht zu Unfällen am Arbeitsplatz kommt, ist Prävention dem Unternehmen ein wichtiges Anliegen. Dazu gehören unter anderem regelmäßige verhaltensorientierte Sicherheitsbegehungen, die das Sicherheitsbewusstsein der Mitarbeitenden schärfen, regelmäßige Sicherheitsunterweisungen und -trainings für alle Mitarbeitenden, Online-Schulungen zu sicherheitsrelevanten Themen, die Bereitstellung umfassender Schutzausrüstung, Sicherheitskennzeichnungen an den Arbeitsplätzen sowie Sensibilisierungskampagnen. Dabei kommen häufig auch eindrückliche Videos oder Safety-Flashs (anonymisierte Zusammenfassungen) von Unfällen zum Einsatz. Regelmäßig und nicht nur in der Produktion erfolgt konzernweit zum Beginn eines Arbeitstags oder einer Zusammenkunft die Aktion „4 Sekunden für die Sicherheit“ mit einem kurzen Hinweis zu einem ausgewählten Sicherheitsaspekt.

Der Schutz der Hände stand im Fokus der Sicherheitskampagne 2021 bei Vossloh Tie Technologies. In unterschiedlichen Ausprägungen kam das Thema jede Woche bei einem der täglichen Safety-Talks zur Sprache, um alle Mitarbeitenden dafür zu sensibilisieren. Bei Vossloh Switch Systems gab es an den Standorten Reichshoffen und Fère-en-Tardenois Trainings, wie Stürze vermieden werden können. In der Gießerei in Outreau wurden zwei sogenannte Cobots installiert. Diese „kollaborativen Roboter“ nehmen ihren menschlichen Kollegen ermüdende, sich wiederholende (und damit unfallträchtige) Aufgaben wie die Maschinenbestückung oder das Be- und Entladen ab.

Eine wichtige Rolle bei der Minimierung möglicher Risiken – und damit bei der Erreichung des Ziels, die Zahl der Arbeitsunfälle konzernweit jährlich um 20 % zu senken – spielt die SAFE+-App, die 2020 in enger Zusammenarbeit des Bereichs Corporate Sustainability mit dem Work Safety Committee und dem Konzernbetriebsrat sowie mit Unterstützung der Vossloh IT auf den Weg gebracht worden war. Zunächst in deutscher, englischer und französischer Sprache verfügbar, wird die App derzeit auf alle im Konzern gesprochenen Sprachen ausgerollt. 2021 erhielten konzernweit über 1.000 Mitarbeitende eine Einweisung in die Nutzung der App. Künftig soll jeder Vossloh Mitarbeitende in das Programm eingebunden sein. Nach der Schulung sollen die Mitarbeitenden erkannte Sicherheitsrisiken im Unternehmen oder im Einsatz auf den Gleisen über die App melden. So sollen an allen Standorten und in allen Bereichen die Gefahrenmomente systematisch reduziert werden.

Müssen Mitarbeitende im Rahmen ihrer Tätigkeit für Vossloh international reisen, steht ihnen das Reisesicherheitsmanagement des Konzerns zur Verfügung. Sie erhalten dann umfassende Unterstützung im Hinblick auf medizinische und sicherheitstechnische Aspekte ihrer Reise wie auch bei der Vorsorge für eventuelle Notfälle. Dafür stehen Travel Security Manager im Unternehmen sowie die weltweiten Assistance-Center und die Assistance-App eines Dienstleisters bereit.